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| Ein Wettkampfbericht der anderen Art (Welt-Cup Davos)*****
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Im Hochtal von Davos herrscht klirrende Kälte. Minus 17 ° schreckt aber die Langlauffbegeisterten Eidgenossen nicht ab mit ihren Kuhglocken für mächtig Lärm zu sorgen. Die Weltelite der Langläufer läuft sich mit Gesichtschutz ein den sie dann selbst beim Rennen nicht ablegen. Für die Schweizer Nationalmannschaft geht es um viel, nämlich die Qualifikation für Olympia. Für dieses Ziel scheut man keine Anstrengungen. Der „ Meteo“ wie sie im Team Fabian Mauz bereits nennen hat am Nachmittag vorher die Schneedaten mit seinem umfangreichen Spezialequipment bereits gesammelt und anschließend bei den naheliegenden Wetterstationen die Wetterdaten detailliert eingeholt und in das speziell entwickelte Schneesportprogramm des SLF eingearbeitet. Bereits über 12 Std. vor Rennbeginn steht die Prognose, natürlich topp secret. Die Serviceleute werden instruiert und präparieren die zahlreichen Skier der Läufer über Nacht. Bis zu 15 Paar Ski werden pro Läufer gerichtet. Bei 4 Staffelläufern und 4 Läuferinnen eine harte Nachtschicht. Um 5.00 am Renntag überprüft der „Meteo“ erneut die Daten und den Schnee und gibt die Entgültigen Fakten den Service Leuten um 5.30 weiter. Die Feinabstimmung beginnt. Nun beginnt der erste Rollenwechsel : Der Computer wird beiseite gelegt und Fabian Mauz steigt jetzt um auf die Skier. Er sucht zusammen mit der Skiservicecrew die schnellsten Skier aus. Jetzt ist das langjährig zu Aktiven- u. Trainerzeiten geschulte Skifeeling gefragt. Auch hier haben, wie könnte es im Land der Präzisionscronometer anders sein, die Eidgenossen ein eigenes objektives Zeitmesssystem. Dennoch ist der subjektive Eindruck beim Griff zum richtigen Rennski entscheidend. Der Rennläufer übernimmt seinen ausgesuchten Ski und begibt sich zum Start. Der „Meteo“ schlüpft nun in seine nächste Rolle: Mit Stoppuhr, Ersatzstöcken und Funk bewaffnet übernimmt er den Part des Zwischenzeitmessers und des Anfeurers. Seine Läufer Reto Burgermeister, Willhelm Aschwanden, Patrick Mächler u. Gion Bundi erhalten neben einem lautstarken „Hopp Schwyz“ und „auf Reto“ die Zwischenzeiten und der Norwegische Chefcoach Morten Aune erfährt per Funk den Rennstand. Die Schweizer Nationalmannschaft, allen voran Reto Burgermeister der Lokalmatador, hält sich gut. Die Hoffnung und die Spannung steigt. Die Erwartungen werden erfüllt denn der Schlussläufer wirft sich total verausgabt als 8. ins Ziel. Die Fans bejubeln diesen Platz wie einen Sieg, den Verantwortlichen fällt eine zentnerschwere Last vom Herzen denn mit diesem Ergebnis können die Sponsoren bei der Stange gehalten werden. Die Läufer fallen sich in die Arme, das Ticket nach Salt Lake City ist gelöst. Vom Betreuer Team fällt ebenfalls die Spannung ab denn sie haben offensichtlich alles richtig gemacht. Daß die Schweden gewonnen haben ist für die Schweizer fast Nebensache. Davos Nordic feiert seine Rennläufer mit einem kräftigen „Hopp Schwyz“ und ohrenbetäubendem Kuhklockengedröhne. Ein sichtlich erleichterter Morten Aune, der Nationaltrainer, ist mit dem „Meteo“ und dem Mitcoach hochzufrieden. Denn seine für das Rennen im halbstundentackt prognostizierten Temperaturen wichen nur ½ grad ab. Die Daten und die Skier waren perfekt. Das „Billetli“ im Sack. Seine neue Disziplin die „Dreierkombination“ Schnee/Test/Coaching ist dem ehemaligen Kombinierer gelungen. Was will man mehr.
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| 17.01.2002, Fabian Mauz |
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